3D-Roboter und Co. – Unsere Weiterbildung als SPS-Techniker

Zusätzlich zu unserer Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik machen wir beide aktuell eine Weiterbildung zum SPS-Techniker. Diese findet immer mittwochs nach unserem Berufsschulunterricht statt. Wenn diese abgeschlossen ist, bekommen wir ein Zertifikat, welches wir beispielsweise unserer Bewerbung beilegen können. Durch die Weiterbildung lernen wir den Umgang mit einer SPS kennen und ebenso die allgemeinen Funktionen und Programmierregeln. Dies lernen wir zum einen durch theoretische Inhalte und zum anderen durch praktische Versuche. Denn dadurch, dass man selber programmiert, lernt man den Umgang mit einer SPS am schnellsten.

Was bedeutet SPS überhaupt?

Hier seht Ihr die Waschanlage in klein. Im Hintergrund befindet sich die SPS, mit der die Waschanlage programmiert wurde

Eine SPS ist eine Speicher-Programmierbare-Steuerung, mit der Anlagen und Maschinen automatisiert werden können. Am Anfang der Weiterbildung haben wir grundlegende Dinge gelernt, wie z. B. ein Programm vom Laptop auf die SPS zu laden. Am Ende ging es dann tiefer in die Materie und wir haben komplexe Steuerungen und mathematische Funktionen mit der SPS gelöst. Einen großen Vorteil haben wir, da jedem eine SPS zum Programmieren zusteht. Ganz kostenlos ist das ganze zwar nicht, aber die Investition lohnt sich in jedem Fall. Außerdem werden uns die Hälfte der Kosten von EWE erstattet, wodurch der Betrag nicht mehr ganz so schmerzhaft ist.

Spannende Praxisprojekte

Hier sieht Ihr den 3D Roboter, den wir selbst programmiert haben

Damit ihr Euch mehr unter diesem Thema vorstellen könnten, wollen wir hier noch einen Blick auf die Highlights dieser Weiterbildung und die Praxisprojekte werfen. Die folgenden Beispielprojekte gehören schon zu den komplexen Steuerungen und man konnte sehen, was man mit der SPS so alles anstellen kann. Eines davon ist die selbst programmierte Autowaschanlage. Dabei müssen wir ein komplettes Programm mit allem drum und dran schreiben. Dazu gehört vor allem die Planung, die das Programmieren am Ende um einiges einfacher macht. Ziel bei der Waschanlage ist es, sie so zu programmieren, wie auch eine echte Waschanlage funktioniert. Das ist allerdings schwieriger, als es klingt, da es viele verschiedene Waschprogramme gibt und das Auto beim Waschvorgang nicht beschädigt werden darf.

Ein weiteres spannendes Projekt ist ein programmierter 3D-Roboter. Dieser kann, wenn er fertig programmiert ist, einen Stift aufheben und damit etwas malen. Um den Roboter zu steuern, benutzen wir ein Bedienfeld, auf dem einige Taster und Meldeleuchten sind. Ähnlich wie bei der Waschstraße, müssen wir jede einzelne Achse genau passend programmieren, damit er am Ende auch wie gewünscht funktioniert. Das ist mit sehr viel Aufwand verbunden, aber am Ende sieht man, was man geschafft hat.

Kurz vor der Abschlussprüfung

Mit diesem Bedienteil wird der 3D-Roboter gesteuert

Nach insgesamt 48 Unterrichtsstunden stehen wir nun kurz vor Ende der Weiterbildung und der damit verbundenen Abschlussprüfung. Bei der gibt es einen Theorieteil und einen Praxisteil. Im Theorieteil müssen wir grundlegende Fragen zu einer SPS und einem Programm beantworten. Bei dem Praxisteil müssen wir ein komplettes Programm programmieren. Wenn wir beide Prüfungen bestanden haben, bekommen wir unser Zertifikat.

Alles im allem ein sehr spannender Lehrgang und eine wertvolle Zusatzqualifikation für uns.

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