"Azubi trifft..." – im Gespräch mit Geschäftsführer Sebastian Jurczyk – Teil 1

Im ersten Teil unseres Interviews gab uns Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer EWE TEL und EWE VERTRIEB, einen umfassenden Einblick in seine Aufgaben, seinen Werdegang und seiner Einstellung zur Ausbildung bei EWE.

Merle: Fangen wir ganz vorne an. Du hast dein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Oldenburg angefangen und kommst daher mehr oder weniger von hier. Wie hast du diese Anfangszeit wahrgenommen und woran erinnerst du dich gerne oder vielleicht auch nicht gerne?
Ich komme ursprünglich aus der Nähe von Hannover, da wurde ich geboren und hatte ein eher schlechtes Abitur. Ich war der typische Schüler, der das Nötigste gemacht hat, um durchzukommen. Als die Frage anstand: “Was mache ich mit meiner Zukunft?“, habe ich mich für etwas in Richtung Wirtschaft entschieden. So bin ich in Oldenburg gelandet und habe mich direkt in die Stadt verliebt. Im Vergleich zur Schule, wo ich viele Themen als langweilig empfunden habe, fand ich das ganze Thema Wirtschaftswissenschaften von Tag Eins an so spannend, dass ich extrem viel dafür gelernt habe und mich auch über die Vorlesungen hinaus informiert habe, so dass ich mein gesamtes Studium mit „sehr gut“ abgeschlossen habe. Meine Quintessenz daraus ist: Wenn man etwas findet, für das man wirklich Leidenschaft entwickelt, dann kann man automatisch gut sein. In der letzten Phase meines Studiums, vor meiner Diplomarbeit, hat mich mein Professor angesprochen, ob ich nicht bei EWE TEL schreiben möchte. Da ich ein totaler Baskets-Fan bin und sowieso immer ein Praktikum bei EWE machen wollte, habe ich dann meine Diplomarbeit im Geschäftskundenvertrieb geschrieben. Schon damals hat mich die Kultur bei TEL fasziniert, und nach meinem Praktikum wollte ich eigentlich auf jeden Fall bei EWE TEL bleiben. Da ich aber noch nicht so richtig wusste, was ich eigentlich will und was mir Spaß macht, habe ich mich für ein Trainee-Programm im Konzern entschieden, um erstmal alles kennenzulernen. Somit kann ich sagen, dass ich meine Wurzeln bei EWE TEL habe. Als ich dann vor zweieinhalb Jahren die Chance hatte, zurückzukehren, habe ich mich wirklich gefreut. Es war zwar vieles anders, aber es hat sich angefühlt, als wenn ich zurückkomme.

v. l. n. r.: Merle, Sarah, Stefan und Sebastian Jurczyk

"Die Mitarbeiter haben ein gutes Gespür dafür, ob der Chef die Themen auch wirklich versteht."

Merle: Wie ging es nach dem Traineeprogramm für dich weiter? Du wirst ja nicht nur eine Station durchlaufen haben, oder?
Ja genau, ich hab in den letzten zehn Jahren alle zwei Jahre etwas Neues gemacht. Das muss aber jetzt nicht so weitergehen. Hier würde ich gerne lange bleiben. Viele der Stationen waren nur teilweise geplant und Glück spielte auch oft eine Rolle. Ich wusste relativ schnell, dass ich gerne als Assistent von einem Vorstand arbeiten möchte oder in Richtung Unternehmensberatung gehen werde. Als ich dann die Chance erhalten habe, als Assistent von Herrn Dr. Brinker (damaliger Vorstandsvorsitzender) tätig zu werden, habe ich mich gerne für diesen Weg entschieden.

Sarah: Wie sieht denn heute als Geschäftsführer dein Tagesablauf aus?
Ich beschäftige mich viel mit strategischen Themen. Also, wo wollen wir langfristig hin? Wie organisiere ich mein Ressort? Und dann ist auch die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ein wichtiges Thema und natürlich die Personalplanung sowie die Arbeit mit Kennzahlen. Dabei muss ich nicht jedes Detail kennen, doch ein Gesamtverständnis für die Themen muss da sein. Die Mitarbeiter haben ein gutes Gespür dafür, ob der Chef die Themen auch wirklich versteht. Darüber hinaus haben wir wöchentlich eine Geschäftsführerrunde mit allen vier Geschäftsführern, und dann treffe ich mich einmal die Woche mit jedem meiner Abteilungsleiter. Generell ist es eher die Themenbreite als –tiefe, die den Job kennzeichnet.

"Wir haben eine sehr gute Ausbildung, richtig gute Leute und – was mich sehr freut, nicht nur Leute, die nur auf dem Papier gute Leistungen haben, sondern auch mit Persönlichkeit glänzen."

Sarah: Als Geschäftsführer braucht man immer den Blick auf das gesamte Unternehmen. Wie nimmst du in diesem Zusammenhang die Arbeit der Auszubildenden hier bei EWE TEL wahr?
Ich möchte ganz ehrlich sein: Von allen Themen des gesamten Unternehmens bekomme ich nicht jedes Detail mit, dafür ist es zu groß. Wofür ich ein ganz gutes Gespür habe, ist, dass wir bei EWE TEL eine extrem leistungsfähige Ausbildung haben. Eure Ausbildungsleitung Corinna Keil macht hier einen sensationellen Job. Durch diverse Gespräche mit einigen von euch bekomme ich natürlich mit, dass ihr enorm motiviert seid, Ideen habt und Themen vorantreiben wollt. Die Qualität der Ausbildung und die unterschiedlichen Persönlichkeiten innerhalb dieses Unternehmens finde ich schon sehr hochwertig. Wir haben eine sehr gute Ausbildung, richtig gute Leute und – was mich sehr freut, nicht nur Leute, die nur auf dem Papier gute Leistungen haben, sondern auch mit Persönlichkeit glänzen. Und das ist meines Erachtens einer der entscheidenderen Faktoren. Die Schulnoten sollten in diesem Kontext nicht im Vordergrund stehen.

Stefan: Wie gehst du mit Stresssituationen im Beruf oder auch im privaten Umfeld um? Hast du da ein Allheilmittel, was dir immer hilft?
Ich bin immer noch so ein bisschen auf der Suche nach diesem absoluten Allheilmittel. Ich habe da schon Vieles ausprobiert: Hörbücher, Meditation und sowas ist nicht so was für mich. Was mir aber wirklich gut tut, ist Gitarre spielen. Ich spiele, seit ich zwölf Jahre alt bin Gitarre und auch gerne einfach nur für mich. Zusätzlich gehe ich einmal in der Woche ins Fitnessstudio und habe das Laufen angefangen. Mal gucken, wie lange ich es durchhalte.

Teil 2

Im zweiten Teil unseres Interview dreht sich unser Gespräch u. a. um Tipps für Bewerber, den Faktor Mensch, den Wunschjob für einen Tag und unsere Millionen-Frage. 

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