Volle kracht vooruit – Unterwegs auf dem Ijsselmeer

An einem Wochenende im August hatten wir mit 23 anderen Azubis und Dualen Studenten die Gelegenheit, auf dem Ijsselmeer mit einem Plattbodenschiff unsere Seetauglichkeit auf die Probe zu stellen.

Los ging es für uns am Freitagnachmittag mit fünf Autos in Richtung Harlingen. In Oldenburg noch schönstes Sommerwetter und kaum in den Niederlanden angekommen: Regen! Das fehlte uns noch, nachdem uns das sächselnde Navi auf dem Weg zweimal in die Irre geführt hatte. Zum Glück tat das unserer guten Stimmung keinen Abbruch. Zusammen haben wir schnell alle Taschen und Schlafsäcke auf unser 30 Meter langes Segelschiff verladen. Dann hieß es erst einmal Einkaufen für das Wochenende – lecker Chocomel und Vla, Stroopwafels und Schokostreusel durften dabei nicht fehlen.

Nach dem Abendbrot, den berühmten Pommes Spezial, konnten wir die Zeit im wahrscheinlich einzig geöffneten Laden in ganz Harlingen noch frei nutzen. Aufgrund des vielen Regens hatte aber kaum einer mehr Lust, die Innenstadt zu erkunden, also sind wir wieder zurück aufs Schiff. Dort machten wir es uns gemütlich, spielten Karten und konnten sogar Livemusik genießen, da Philipp seine Gitarre dabei hatte.

Schlecht ist das Wetter erst, wenn kein Wind mehr weht

Das Fock-Team hisst die Segel.

Am nächsten Morgen sah die Wetterlage dann auch schon ganz anders aus! Durch die Dachluke schien sogar die Sonne in unsere Kajüte.

Nach dem Frühstück lernten wir unseren Skipper Tom und die Matrosin Karen kennen. Die beiden erklärten uns die Grundlagen des Plattbodenschiffs, die verschiedenen Knoten und die Segel. Da der Wind kräftig wehte, hissten wir nur zwei der vier Segel– das Fock- und das Großsegel. Im Teamwork natürlich, damit alles schneller geht. Und da waren wir auch schon auf dem Weg nach Terschelling!

 

Anna und ich am Steuer.

Verrückt war, dass das Schiff teilweise so schief stand, dass wir Segelunerfahrenen schon ein mulmiges Bauchgefühl bekamen. Die Tatsache, dass einige von uns das Steuer übernehmen durften, machte es nicht unbedingt besser. 

Ein weiteres Highlight auf der Fahrt nach Terschelling war eine lange Sandbank mit kleinen, supersüßen, dicken Flauschbällen, die sich als junge Seehunde entpuppten. Die lagen, ähnlich wie einige von uns an Deck, entspannt in der Sonne. Allerdings schlug die eine oder andere Welle so ungünstig an den Bug, dass sie ordentliche Wasserladungen abbekamen.

Land in Sicht!

Wir beide im gemütlichen Netz direkt über dem Wasser.

Und bei diesem Land handelte es sich um unser Ziel: Die westfriesische Insel Terschelling. Die Stadt war wirklich schön: Überall kleine Läden und überall gab es etwas zu sehen. Dann fand an diesem Wochenendende auch noch ein Hafenfest statt. Sogar mit einem kleinem Umzug, bestehend aus ein paar Treckern mit geschmückten Anhängern.

Für den Abend war ein gemeinsames Grillen geplant. Als alle satt gegessen von Fleisch, Salat und selbstgemachter Kräuterbutter waren, gingen wir los in die Fußgängerzone. Dort haben wir ziemlich schnell eine nette Lokalität gefunden. Einige würden es vielleicht als Garage bezeichnen, aber es zählt ja schließlich nicht wo man ist, sondern mit wem. Und die Segeltörngruppe war spitze! Das merkte auch schnell der DJ und legte für seine „German friends“ doch glatt „Discopogo“ auf. Nach zig getanzten Kilometern und einigen Runden „Wenn-ich-du-wäre“, sind wir gemeinsam Richtung Schiff in die schaukelnden Betten verschwunden.
Am Sonntag hieß es dann auch schon ein letztes Mal: „Segel hissen“. Das klappte im eingespielten Team jetzt auch richtig gut. Jeder genoss die letzten Stunden auf See und ließ sich die steife Brise um die Nase wehen. Ein besonderer Platz war das am vorderen Baum des Schiffs befestigte Netz, in dem man über dem Wasser liegt.

Zurück im Harlinger Hafen, luden wir unsere sieben Sachen vom Schiff in die Autos und traten todmüde, aber vollkommen glücklich, unseren Heimweg nach Oldenburg an.

Somit neigte sich ein klasse Wochenende dem Ende zu. Der Segeltörn war wirklich ein schönes Erlebnis und eine tolle Gelegenheit, etwas mit den anderen Azubis zu unternehmen und unvergessliche Erinnerungen zu teilen.

Wenn ihr Fragen zum Segeltörn oder anderen Aktivitäten habt, schreibt uns!

Bis dahin: Ahoi!
Eure Paula und Bonté

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