Vom Azubi zum Piloten: Neue Perspektiven auf Juist

Sich neuen Herausforderungen zu stellen und ein neues Umfeld kennenzulernen stand für uns drei in den letzten zwei Wochen im Vordergrund.

Zusammen mit 14 anderen Auszubildenden von EWE haben wir an einem Seminar der Jugendbildungsstätte Theodor Wuppermann e.V. Juist (kurz Jubi) auf Juist teilgenommen. Mit dabei waren auch rund 65 weitere Azubis von verschiedenen Unternehmen. Beim Fliegen, in verschiedenen Freizeitaktivitäten und in unseren Projekten haben wir gemeinsam eine ganz neue Seite von uns kennengelernt und möchten Euch davon erzählen.

Projektarbeit unter dem Motto "Global Players“

Die eigene Unternehmensvorstellung war mit viel Spaß verbunden.

Musik, Theater, Literatur, Video, Event und Urban Art. Dies waren unsere Projektgruppen, in die wir schon vor Reiseantritt eingeteilt wurden. Jede Gruppe bestand aus etwa 10-13 Personen von Airbus, dem Ausbildungszentrum Varel und natürlich von EWE und bekam einen Auftrag unter dem Motto „Global Players“. Unser Kursleiter übernahm sozusagen den Part des Kunden und wir mussten im Rahmen der Projektarbeit seinen Auftrag erfüllen. An acht Tagen zu je drei Stunden wurde also gegrübelt, getüftelt, gebastelt und geprobt, damit wir alle am Eventabend unser Ergebnis vor den anderen Gruppen und Vertretern der Unternehmen vorstellen konnten.

Und es war beeindruckend zu sehen, was dort vorgestellt wurde. Eine Galerie, bei der bekannte Filmposter nachgemalt und geändert wurden, sodass ein Teddy darauf zu erkennen war (ein schöner Ersatz für Kate Winslet an der Reling der Titanic), ein Theaterstück mit einer handfesten Prügelei (zugegeben, sie war nur gestellt, aber äußerst überzeugend) oder ein selbst komponiertes Lied über die Veränderungen, die die Globalisierung mit sich bringt (an dieser Stelle ein Lob an Julians spezielle Gesangskünste). Anschließend gab es ein Drei-Gänge-Menü und eine Aftershow Party, bei der wir zu KIZ oder Wolfgang Petry unsere gemeinsame Zeit auf Juist ausklingen lassen konnten.

Über den Wolken…!

"Ein Flugzeug alleine zu steuern war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl!"

Ein absoluter Höhepunkt unseres zweiwöchigen Aufenthalts war das Fliegen. Unser Kurs wurde im Vorfeld in vier verschiedene Fluggruppen eingeteilt. So wussten wir, welchen Fluglehrer wir haben und zu welcher Uhrzeit wir am jeweiligen Tag fliegen.

Bevor es mit dem Fliegen losgehen konnte, hat uns der Flugkoordinator und Wetterfrosch Hans nach jedem Frühstück einen Überblick über die Wetterprognosen gegeben. Um 8:00 Uhr ging es für die erste von vier Fluggruppen los. Die Flugzeuge, die morgens von der Werkstatt gecheckt werden, mussten von uns zunächst vom Hangar auf das Flugfeld geschoben werden. Anschließend konnte es auch schon losgehen: Nachdem der Fluglehrer den Start durchgeführt hat, hat er uns direkt die Steuerung des Flugzeuges überlassen. Über das Headset hat er uns Anweisungen gegeben, was zu tun ist und wir haben dies dann umgesetzt. Unsere Aufgaben waren zum Beispiel die Geschwindigkeit zu verringern oder rechtsherum eine 360°-Kurve zu fliegen. Ein Flugzeug alleine zu steuern war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl! Dabei haben wir nicht nur für uns, sondern auch für den Fluglehrer Verantwortung übernommen.

Die Welt von oben. Wir hatten einen fantastischen Blick auf Festland, Inseln und die Nordsee.

Geflogen sind wir zu unterschiedlichen Orten, mal in Richtung Osten zu den Inseln Norderney und Langeoog, mal in Richtung Westen nach Borkum oder auch zum Festland. An unseren Flugtagen waren meistens nur wenige Wolken am Himmel, so dass man eine super Sicht über die Inseln und das Wattenmeer hatte.

Unsere Flüge dauerten in der Regel etwa 30 Minuten. Während immer vier Flugschüler gleichzeitig mit ihrem Fluglehrer in der Luft waren, hatte der Rest der Gruppe die Möglichkeit, sich am Startwagen aufzuhalten. Einige hatten die Aufgabe, alle Starts und Landungen zu notieren.

Am Ende unserer zwei Wochen auf Juist haben wir gelernt, wie man Starts und Landungen durchführt und wie man sich über Funk beim Tower für eine Landung ankündigt. Neben der Praxis gab es auch die Flugtheorie, in der uns unser Fluglehrer weiteres Wissen rund ums Segelfliegen vermittelt hat.

Langeweile? Inselkollaps? Wir hatten immer was zu tun!

Die hauseigene Kletterwand.

Stand mal kein Flugunterricht oder Projekt auf dem Plan, hatten wir die Möglichkeit an verschiedenen Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Angeboten wurden Bogenschießen, Brandungspaddeln und Klettern. Auch für die Freizeitaktivitäten gab es jeweils einen festen Betreuer, der uns gezeigt hat, wie man den Bogen hält und was bei der Körperhaltung wichtig ist. Beim Brandungspaddeln wurde uns gezeigt, wie man richtig paddelt und wie man das Kajak schnellstmöglich verlassen kann, wenn man mal von einer Welle erwischt wird und umkippt.

Die Aktivitäten waren für die meisten Neuland, aber haben uns viel Spaß bereitet!

"Der Spaß und die tolle Gemeinschaft werden uns noch lange in Erinnerung bleiben"

Freizeitaktivitäten, Flugstunden, Projektarbeit - die zwei Wochen auf Juist waren zweifellos nicht zum „chillen“ geeignet, aber der Spaß und die tolle Gemeinschaft werden noch lange in Erinnerung bleiben, sodass am Ende manch einer noch um zwei Wochen hätte verlängern können. Falls Ihr neugierig geworden seid, klickt Euch gerne durch die Bildergalerie! Vielen Dank an unseren Mit-Azubi Gerrit für die gelungenen Bilder!

Viele Grüße
Christine, Mike und Julian

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