Rollentausch – Anlagenmechaniker vs. Industriekauflaufleute

Für jeweils einen Tag haben wir unseren normalen Arbeitsplatz verlassen und uns in neues und unbekanntes Terrain gewagt. Bei einem Jobwechsel zwischen unseren Anlagenmechanikern und Industriekaufleuten im zweiten Ausbildungsjahr, konnten wir so in den typischen Arbeitsalltag des jeweils anderen kennenlernen.

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Der gesamte Austausch ist bei einem lockeren gemeinsamen Abend auf dem EnergieCampus entstanden. Nur noch schnell das Einverständnis der Ausbildungsleiter geholt und schon ging es los mit unseren Planungen. Wir Industriekaufleute haben uns einige spannende und knifflige Aufgaben für das Büro überlegt und die Anlagenmechaniker haben sich Gedanken zum Tag in der Werkstatt gemacht.

Die erste Hürde war es, die jeweils passende Arbeitskleidung zu finden. Denn natürlich bestehen zwischen der klassischen Bürokleidung und der persönlichen Schutzausrüstung der technischen Auszubildenden unterschiede. Denn Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe sind natürlich auch für uns in der Werkstatt Pflicht. Für die Techniker war die Umstellung hingegen etwas einfacher und die sonst eher in der Freizeit getragenen Jeans und Hemden/Blusen kamen nun auch bei EWE zum Einsatz.

N-NV, V-GK, K-RS – Abkürzungen ohne Ende

Wofür stehen eigentlich diese ganzen Abkürzungen? Genau das haben sich die technischen Auszubildenden am Bürotag auch gefragt. Sie bekamen einen Einblick in verschiedene Abteilungen wie z.B. den Netzvertrieb (N-NV), den Geschäftskundenvertrieb (V-GK) und die Abteilung Konzernrechnungswesen & Steuern (K-RS). Der Buchstabe vor dem Abteilungskürzel steht für die Gesellschaft: z. B. Netz, Vertrieb und Konzern. Die beiden nachfolgenden Buchstaben sind die jeweilige Abkürzung der Abteilungen. Schnell ein paar Kollegen kennengelernt und schon mussten die Auszubildenden ihre grauen Zellen anstrengen. Zu den typischen Abteilungen des Berufs Industriekaufmann gab es kleine Aufgaben, bei denen die technischen Auszubildenden Lieferanten auswählten, telefonierten und Preise kalkulierten.

Die Teilnehmer unseres Austauschprojektes

Schutzbrille nicht vergessen

Der Tag in der Ausbildungswerkstatt startete zuerst mit einer kurzen Sicherheitsunterweisung, da wir Kaufleute im normalen Joballtag nicht mit derartigen Maschinen und Werkzeug hantieren. Danach ging es mit unseren Paten an’s Eingemachte. Ausgestattet mit einer technischen Zeichnung und einer genauen Anleitung, war es nun unsere Aufgabe einen Ablagekasten, oder auch Schäferkasten genannt, zu bauen. Beginnend mit dem Schneiden und Sägen, wobei zahlreiche Sägeblätter leiden mussten, über das Kanten und Bohren, haben wir es letztlich geschafft, uns einen eigenen Kasten zu bauen. Am Nachmittag haben wir die Anlagenmechaniker zu einer Schulung über Messtechnik im Bereich Gas begleitet. Dies ist für die Auszubildenden besonders in der anstehenden Praxisphase in ihrer Heimatregion wichtig.

„Ich möchte wieder zurück in die Werkstatt und schweißen!“

So die Aussage eines Anlagenmechanikers am Ende eines anstrengenden Tages im Büro. Die beiden Austauschtage waren für beide Seiten sehr interessant, aber am Ende der Tage waren wir alle platt. Wir konnten uns endlich mal selbst einen Eindruck über den anderen Ausbildungsberuf und die damit verbundenen Alltag machen. Eine spannende Erfahrung. Aber letztlich waren alle froh, wieder in den normalen Alltag zu starten und haben gemerkt, dass wir doch alle den richtigen Ausbildungsberuf gewählt haben ;-)

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