Willkommen im Berufsleben

„Welche Perspektive habe ich bei meinem Arbeitgeber nach dem dualen Studium oder nach der Ausbildung?“ und „Wie verläuft eigentlich mein Start im Berufsleben?“ sind sicher nur ein paar der vielen Fragen, mit denen man sich am Ende seiner Ausbildungs- oder Studienzeit beschäftigt.

Ich hatte die Gelegenheit, mit dem ehemaligen dualen Studenten bei EWE, Tim Waldeck, ein Interview zu führen. Tim, als Gründungsmitglied des Azubiblogs, hatte in seinem Abschlussartikel versprochen, uns Rede und Antwort zu stehen, wie er sich in das Berufsleben eingefunden hat. Wie ihm das gelungen ist und welche Themen ihn aktuell beschäftigen, erfahrt Ihr im Folgenden.

Julian: Tim, in deinem Abschlussartikel aus dem Azubiblog hattest du bereits berichtet, dass du in der Projektentwicklung bei der EWE ERNEUERBAREN ENERGIEN GmbH deinen Platz gefunden hast. Bist du aktuell dort tätig und wenn ja, gefällt es dir?
Tim: Ja, ich bin weiterhin bei den ERNEUERBAREN ENERGIEN in der Projektentwicklung tätig und es macht nach wie vor viel Spaß. Zum einen liegt es an den Kollegen, die mich toll aufgenommen und unterstützt haben, zum anderen ist es eine extrem lehrreiche Zeit für mich. Das Arbeitsklima bei uns ist sehr gut und die Themen sind sehr spannend. Aktuell unterstütze ich meine Kollegen bei der Umsetzung eines neuen Windparkprojekts. Da mir durch mein BWL Studium die technischen Themen nicht immer liegen, übernehme ich viele vertriebliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel den Kontakt mit den Grundeigentümern.

Wie kann ich mir deinen Alltag vorstellen?
Einen „typischen Arbeitstag“ habe ich hier eigentlich nicht, denn es ist immer sehr abwechslungsreich und vielseitig. Hier laufen immer viele Projekte gleichzeitig ab, sodass ständig neue Herausforderungen auf einen zukommen. Am spannendsten sind für mich dabei natürlich die vor Ort Termine bei den Grundeigentümern oder auf der Windparkfläche. Aber selbstverständlich bin ich nicht nur unterwegs, sondern muss all diese Treffen vorher im Büro vorbereiten. Insgesamt empfinde ich es als einen guten Mix aus Büro- und Außendiensttätigkeit.

Du hattest den Lesern versprochen, dass du uns berichtest, ob die Zeit im Arbeitsleben wieder langsamer umgeht. Tut sie das?
Gar nicht! Die Zeit geht eher schneller um. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich jeden Tag neue Eindrücke gewinne und viele Erfahrungen sammle. Die Tage verfliegen momentan. Mittlerweile bin ich seit fast 11 Monaten hier, das merke ich aber immer erst, wenn ich nachrechne.

„Einen Windpark bauen lernt man nicht im dualen Studium“

Wie empfandst du den Übergang aus dem dualen Studium in das Arbeitsleben?
Es war schon eine große Umstellung für mich. Weniger von der Arbeitszeit her, eher von den inhaltlichen Themen. Meine längste Ausbildungsstation war ein sechswöchiger Einsatz in einer Gesellschaft, dort kann man sich nicht so tief in die Themen einarbeiten, wie ich es jetzt tue. Im dualen Studium habe ich viele Grundlagen gelernt, aber die Berufserfahrung ist dann schon nochmal ganz anders zu bewerten. Denn einen Windpark bauen lernt man nicht im dualen Studium. Sehr geholfen haben mir auch meine Kollegen, bei denen ich bereits während meiner Zeit im dualen Studium eingesetzt war. Sie haben mir zu Beginn sehr viel gezeigt – das hilft natürlich enorm weiter.

Vermisst du manchmal die Zeit aus dem dualen Studium und natürlich den Azubiblog?

Vermissen ist wahrscheinlich der falsche Ausdruck. Während der Zeit im dualen Studium konnte ich mir die Zeit freier einteilen als jetzt. Die Arbeit macht mir aber sehr viel Spaß und ich bin sehr zufrieden, deshalb vermisse ich die Zeit nicht wirklich. Ich gucke eher auf eine schöne Zeit zurück. Das betrifft auch den Azubiblog, ich erinnere mich an viele lustige Redaktionssitzungen. Gut ist auch zu sehen, dass nun neue duale Studenten und Azubis ihre Ideen einfließen lassen. Selbstverständlich gucke ich noch regelmäßig hinein und lese die Artikel.

Wo siehst du dich in den nächsten Jahren? Bleibst du den ERNEUERBAREN erhalten?
Ich habe noch nichts Konkretes geplant, die Arbeit macht mir zur Zeit sehr viel Spaß, das ist erstmal das Wichtigste. Ich finde der EWE Konzern ist ein sehr attraktiver Arbeitgeber, der einem viele Chancen bietet. Das war im dualen Studium bereits so. Ich konnte viele Einblicke in die verschiedensten Bereiche bei EWE erhalten, das war sehr spannend! Als dualer Student habe ich meinen Bachelor Abschluss in der Tasche, natürlich überlege ich noch meinen Master zu machen. Wann und wo, weiß ich zur Zeit noch nicht.

Kannst du abschließend den aktuellen und kommenden Azubis noch Tipps für deren Ausbildung geben?
Ich empfehle allen Azubis während ihrer Ausbildung schon Kontakte zu den Abteilungen zu knüpfen. Wenn es einem gut gefällt, sollte man während der Ausbildung weiterhin Kontakt zu den Kollegen halten. Jeder sollte selbst aktiv werden, wenn man dahin möchte, wo es einem besonders gefallen hat. So besteht am Ende der Ausbildung die bessere Chance vielleicht in dieser Abteilung seine ersten beruflichen Schritte zu starten.

Vielen Dank für deine Zeit und das Interview, Tim!

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