Ein Jahr in der Rolle des Unternehmensberaters

Vielleicht wundert Ihr Euch schon, dass Ihr lange nichts mehr von mir gehört habt. Das liegt daran, dass ich in meinem letzten Studienjahr zur Wirtschaftsingenieurin bin und daher dieses Jahr fast nur studiere.

Natürlich ist das letzte Jahr in vielerlei Hinsicht etwas besonders, das Duale Studium ist bald geschafft und die Mühen der letzten Jahre werden mit dem Abschluss belohnt. Aber für mich ist dieses Jahr nicht nur deswegen besonders, sondern auch, weil das Projektstudium begonnen hat. In den letzten drei Semestern bearbeiten wir, neben den Vorlesungen, ein Projekt, welches wir innerhalb eines Jahres erfolgreich zu Ende bringen müssen. In diesem Projekt finden die ganzen theoretischen Grundlagen und unsere gesammelte Berufserfahrung Anwendung. Die angehenden Wirtschaftsingenieure der PHWT können dabei zwischen 3 Projektarten wählen:

Zum einen Formular Student, bei dem ein Rennwagen konstruiert und zum Fahren gebracht werden muss, um sich auf europaweiten Events mit anderen Unis und Hochschulen zu messen. In einem weiteren Projekt besteht die Möglichkeit, ein neues Produkt oder eine neue Maschine zu konstruieren und davon einen funktionstüchtigen Prototyp anzufertigen. Und dann gibt es die studentische Unternehmensberatung conacting, in der man ein Jahr als Unternehmensberater tätig sein kann und Firmen aus der Region beratend zur Seite steht.

So wurde ich Unternehmensberater

Hier seht Ihr die drei Bereiche, in denen wir Beratungsleistungen anbieten.

Ich habe mich für die Unternehmensberatung entschieden und bin nun seit Beginn des Jahres, zusammen mit zehn weiteren angehenden Wirtschaftsingenieuren, als Berater unterwegs. Innerhalb der ersten Projektphase habe ich conacting geleitet und neben einer Menge organisatorischer Dinge bestand meine Aufgabe darin, Projekte, also optimierungsfähige Prozesse innerhalb eines Unternehmens, an Land zu ziehen. Dafür habe ich mit über 300 Firmen aus der Region Kontakt aufgenommen. Natürlich war es zuerst ungewohnt, mit wildfremden Personen, teilweise sogar den Geschäftsführen persönlich, zu sprechen und denen das Konzept von conacting zu erklären. Aber nach den ersten positiven Rückmeldungen und Projektanfragen steigt das Selbstvertrauen und es macht sehr viel Spaß, sich und die Unternehmensberatung vorzustellen und ganz offen mit den Firmen über deren Optimierungsbedarf zu sprechen.

Die Qual der Wahl

Am Ende der ersten Projektphase hatten wir so eine Menge Projektanfragen zusammengetragen und mussten uns für drei Projekte entscheiden. Drei Projekte deshalb, weil wir pro Projekt mit mindestens drei Beratern vor Ort sein wollten und aus zeitlichen Gründen auch nur ein Projekt pro Team annehmen können. Schließlich sind wir immer noch Studenten und haben neben den Vorlesungen auch noch unser Unternehmen, bei dem wir arbeiten bzw. eine Ausbildung machen. Die Entscheidung fiel uns allen nicht leicht aber wir haben uns für drei spannende Projekt entschieden: ein Marketingprojekt zur Einführung eines Kundenbindungsprogramms, ein Projekt zur Optimierung einer Fertigungsstraße und ein Projekt zur Einführung von Lean in der Verwaltung. 

Beobachten, analysieren und optimieren

Ich bin im Lean-Projekt und dort haben wir das Ziel, alle Abläufe innerhalb der Verwaltung so zu verschlanken, dass die Abläufe schneller und auch kostengünstiger ablaufen. Nach dem offiziellen Startschuss in Form eines Kick-off-Meetings, haben mein Team und ich uns erstmal mit der zu beratenden Firma vertraut gemacht und mit allen Abteilungsleitern gesprochen. Natürlich waren wir vor den Terminen ganz schön angespannt und wussten nicht, wie die Abteilungsleiter auf uns Studenten reagieren. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass junge Studenten einen Abteilungsleiter nach den Problemen in seiner Abteilung fragen. Aber wir wurden mit offenen Armen empfangen und bereits nach kurzer Zeit haben den Abteilungsleiter uns offen erzählt, was gerade nicht so gut läuft. So konnten wir erste Abläufe aufdecken, die zurzeit große Probleme in der Verwaltung machen. Jetzt sind wir dabei, diese Abläufe im Arbeitsalltag der Mitarbeiter zu beobachten und zu analysieren. Im nächsten Schritt werden wir dann aus den Beobachtungen neue, optimierte Arbeitsabläufe erstellen und diese den Mitarbeitern beibringen.

Ihr hört also, ein wirklich spannendes Projekt und mir macht es riesigen Spaß, ein neues Unternehmen kennenzulernen und dieses hoffentlich erfolgreich zu beraten! Falls Ihr mehr über conacting erfahren wollte, könnt ihr auch unsere Website http://conacting-consulting.de besuchen. 

Bis bald,

Eure Simone

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