Perspektive EWE – Ausbildung und dann?

Pia Peters im Gespräch mit Yannick Osmers.

Yannick Osmers ist 23 Jahre alt und hat von 2011 - 2014 seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei EWE NETZ absolviert. Heute gehört er zur Gruppe „Planungsunterstützung und Leistungsscheine“ der Abteilung „Netzservice-Steuerung“, welche sich mit der Erstellung der internen Leistungsscheine befasst. In diesem Interview berichtet Yannick über seine Ausbildung, wo er heute steht und wie er sich beruflich weiterqualifizieren möchte.

Kannst Du einmal kurz zusammenfassen, was Du vor deiner Ausbildung bei EWE gemacht hast?
Ich habe 2011 meinen Realschulabschluss in Wildeshausen gemacht und mir war ziemlich schnell bewusst, dass ich nicht weiter zur Schule gehen, sondern direkt in das Arbeitsleben einsteigen möchte. Daher habe ich mich über mögliche Arbeitgeber informiert, die entweder den Beruf Industrie- oder Bankkaufmann anbieten. Ich wurde zu mehreren Einstellungstests eingeladen, der Ausbildungsplatz bei EWE NETZ zum Industriekaufmann hat mich dann aber am meisten angesprochen.

Rückblickend auf Deine Anfänge bei EWE: Wie hat Dir deine Ausbildung damals gefallen?
Ich bin mit hohen Erwartungen in die Ausbildung gestartet. Mir war bewusst, dass EWE ein sehr guter und angesehener regionaler Arbeitgeber ist. Zunächst wurde ein Einführungswochenende organisiert, bei dem sich die neuen Auszubildenden, die Dualen Studenten und natürlich auch die Ausbilder kennenlernen konnten.

Die ersten Arbeitstage haben wir im Zentrum für Aus- und Weiterbildung verbracht und wurden über alles Wissenswerte sowie allgemeine organisatorische Dinge zur Ausbildung aufgeklärt. Ich erinnere mich noch, dass meine erste Abteilung in Cloppenburg war. Es war für mich schon eine Umstellung, alleine in eine Abteilung zu fahren, zumal ich gar nicht genau wusste, was mich hier erwarten würde. Auf der einen Seite war es immer wieder eine wirklich interessante Erfahrung, neue Kollegen und Aufgabengebiete kennenzulernen, auf der anderen Seite war es für mich anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig, da man teilweise doch ziemlich auf sich alleine gestellt war. Rückblickend kann ich aber auch sagen, dass ich damals in Cloppenburg sehr gut an die Hand genommen wurde und mich dort sehr wohl gefühlt habe.

Der Durchlauf durch die einzelnen Abteilungen gefiel mir grundsätzlich sehr gut. Während der Ausbildung durchlief ich viele, sehr unterschiedliche Abteilungen, wobei jede Abteilung in irgendeiner Weise seine Für und Wider hat. Alles in allem gefiel es mir wirklich gut, dass man die Möglichkeit hatte, so viele Abteilungen und Kollegen kennenzulernen, die einem oftmals sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt haben, sodass man umfassende Einblicke in die verschieden Aufgabenfelder erhielt. Meiner Meinung nach ist es nicht unbedingt selbstverständlich, dass sich die Kollegen so viel Zeit nehmen, um ständig neue Auszubildende zu begleiten und in ihr jeweiliges Themengebiet einarbeiten. Auch die hohe Anzahl der Seminare, an denen wir teilnehmen konnten, empfand ich als sehr positiv und hilfreich.

"Nun bin ich im Arbeitsleben angekommen"

Yannick Osmers, 23

Wenn Du heute zurückdenkst, hättest du deine Ausbildung lieber in einem anderen Unternehmen absolviert?
Nein, ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte bei EWE lernen zu dürfen. Anfangs war man wie gesagt ab und zu ein wenig verunsichert. Aber ich glaube, so ging es einigen von uns, da man vom vorherigen Schulalltag plötzlich in ein großes Unternehmen mit vielen Mitarbeitern eingestiegen ist. Mir war zwar bewusst, dass EWE ein großer Konzern mit insgesamt etwa 9.000 Mitarbeitern ist; mir war jedoch nicht bekannt, dass man während seiner Ausbildung, wie in meinem Fall, in nur 3 Jahren über 20 unterschiedliche Abteilungen besucht. Wenn ich heute zurückdenke, kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass es die richtige Entscheidung war, meine Ausbildung hier zu absolvieren. Die Energiebranche ist ein so zukunftsträchtiger Markt und eine sehr interessante Branche, die sich stetig weiterentwickelt. Ich freue mich darauf, diese Entwicklungen begleiten zu können.

Wie ist Deine Abteilung aufgebaut und welche Aufgaben gehören zu Deinem Tagesgeschäft?
Die Abteilung Netzservice-Steuerung umfasst insgesamt ca. 15 Mitarbeiter und besteht aus zwei Gruppen und einem weiteren Team. Die beiden Kollegen in dem Team beschäftigen sich hauptsächlich mit der Optimierung von internen Prozessen. Der Fokus in unserer Gruppe liegt in der Erstellung von sogenannten Leistungsscheinen. Ein Leistungsschein beinhaltet die Serviceleistungen einer Sparte (bspw. Strom), die voraussichtlich innerhalb eines Jahres umgesetzt werden sollen.

Mir war relativ schnell klar, dass ich im Anschluss an meine Ausbildung gerne weiter bei EWE arbeiten und nicht, wie einige andere Azubis, studieren gehen möchte. Demnach habe ich mich auf diese Stelle beworben und war letzten Endes sehr froh, dass alles funktioniert hat.

Was sind Deine zukünftigen beruflichen Pläne?
Ein Studium würde für mich, wenn überhaupt, nur noch berufsbegleitend als Fernstudium in Frage kommen. Nun bin ich im Arbeitsleben angekommen und hoffe natürlich, dass ich meinen beruflichen Werdegang hier fortführen kann. Ich bin sehr froh, dass meine Ausbildung gut gelaufen ist und ich mich nun dem Aufgabenfeld widmen kann, das mir Spaß macht. Allerdings möchte ich auch nicht auf der Stelle stehen bleiben und so habe ich mich bereits über berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen informiert, um mich trotzdem – zunächst alternativ zum Studium – weiterbilden zu können.
Schlussendlich habe ich mich entschlossen, den Energiefachwirt beim BFE (Bundestechnologiezentrum für Elekro- und Informationstechnik) in Oldenburg zu absolvieren. Vermutlich ist dies berufsbegleitend zwar eine recht anstrengende Form der Weiterqualifikation, jedoch aufgrund des Gesamtzeitraumes von nur einem Jahr für mich sehr absehbar. Berufsbegleitend bedeutet, dass ich freitagnachmittags vier Stunden und samstags insgesamt 7 Stunden Unterricht habe.

Ich danke Dir für das interessante Interview und wünsche Dir für deine Zukunft alles Gute!

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